Jetzt gibt es den Busbonus in Forchheim – Ein erster Schritt

Artikel in den heutigen Nordbayerischen Nachrichten:

Busfahren wird belohnt
 50 Cent Gutschrift bei jedem Einkauf über 20 Euro

  FORCHHEIM — Grünes Licht für den Bus-Bonus: Der Verkehrsaus­schuss des Kreistages hat sich einstim­mig für den Antrag der Werbegemein­schaft Forchheim und der grünen Kreistagsfraktion ausgesprochen, Bus­fahrern im Weihnachtsgeschäft finan­ziell entgegen zu kommen.
 
Damit werden Kunden mit einem Bonus von 50 Cent belohnt, wenn sie ab einem Einkauf in Höhe von 20 Euro in den teilnehmenden Geschäften einen aktuellen Busfahrschein vorzei­gen können. Benutzer des Öffentlichen Nahverkehrs werden somit gleichbe­handelt mit Autofahrern, die vor Weih­nachten einen Bonus für jeden vorge­legten Parkschein erhalten.
  Die Aktion wird kurzfristig in Forch­heim schon zum verkaufsoffenen Sonn­tag, 4. November, gestartet. Ab 1. Dezember soll sie dann auf den ganzen Landkreis ausgedehnt werden.

 
 Aufkleber am Schaufenster

  Teilnehmende Geschäfte sind an einem Aufkleber am Schaufenster zu erkennen, auf dem ein Bus mit der Auf­schrift „Hier gibt’s den Bus-Bonus“ abgebildet ist. Der Landkreis über­nimmt die Druckkosten für Aufkleber und Flugblätter, die Werbegemein­schaft kümmert sich um die Vertei­lung.
  Die Idee zu der Aktion kam vor einem Jahr von der grünen Kreisrätin Lisa Badum. Schon damals erklärte der Nahverkehrsbeauftragte des Land­kreises, Klaus Hummel, in einem
NN-Interview die grundsätzliche Bereit­schaft seiner Dienststelle, den Bonus für Benutzer des Öffentlichen Nahver­kehrs zu unterstützen.
  Die Grünen bedanken sich in einer Pressemitteilung bei der Werbegemein­schaft und beim Landratsamt. Sie wei­sen aber auch darauf hin, dass eine Ausweitung der Brötchentaste von 30 Minuten auf zwei Stunden, wie von der Werbegemeinschaft beantragt, „natür­lich kontraproduktiv“ wäre.
gru

Kostenloser ÖPNV als Endziel – Brötchentaste für den Bus erster Schritt?

PM vom 16. Januar: Der Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen begrüßt grundsätzlich den Vorstoß des Piraten Patrick Weber für einen kostenlosen ÖPNV.

„Allerdings reicht es nicht aus, allgemeine Forderungen der Piraten auf kommunaler Ebene zu stellen“, bemängelt Kreissprecherin Lisa Badum.

 Es brauche auch ein ausgearbeitetes Konzept. Die Grünen sind außerdem der Ansicht, dass der ÖPNV nicht unbedingt zu teuer ist. Vielmehr ist die Fortbewegung mit dem Auto noch zu billig.

„Das wird sich auch nicht ändern, wenn alle Kreistagsfraktionen außer uns weiter für neue Straßen stimmen werden,“ so Badum. Dennoch begrüßen die Grünen neue Anreizsysteme für den ÖPNV.

Sie sind bereits im Gespräch mit Herrn Hummel vom Landratsamt Forchheim und Geschäftsleuten der Forchheimer Innenstadt: Verwirklicht werden soll eine „Brötchentaste für den Bus“. Mit einem Busticket soll es 50 Cent Ermäßigung in den Geschäften geben. Herr Hummel hat bereits seine Unterstützung zugesichert und einige Geschäftsleute haben bereits erklärt, mitmachen zu wollen.

„Am wichtigsten ist, dass sich die Einstellung ändert“, so der grüne Verkehrsexperte Edwin Mayer. „Die BürgerInnen müssen das, was sie beim Integrierten Stadtentwicklungskonzept fordern auch selbst leben.“ Beim Stadtentwicklungskonzept hatten anwesende BürgerInnen gefordert, den Autoverkehr und auch die Parkgebiete mehr von Innenstadt und insbesondere dem Marktplatz fernhalten zu wollen.

Mayer kündigte an, dass die Grünen noch ein konkretes und umfassendes Verkehrskonzept für die Stadt Forchheim vorlegen werden.