Spezi-Bier nur mit Bio-Gerste – Toni Hofreiter zu unserer Anti-Glyphosat Kampagne in Bamberg

Lest hier den Bericht von Grünen-Mitglied Anne-Sophie aus Bamberg! Grüne Politik und Rauchbier – wie passt das zusammen? Diese Frage wurde am Sonntagmittag eindrucksvoll von Braumeister Christian Merz im Gespräch mit Lisa Badum und Anton Hofreiter beantwortet. Die familiengeführte Brauerei kann als Pionier im Hinblick auf eine möglichst nachhaltige Bierherstellung bezeichnet werden. Eigener Solarstrom, ein eigenes Blockheizkraftwerk – das ist schon alles andere als selbstverständlich. Darüber hinaus wird das Malz nicht wie weithin üblich hinzugekauft, sondern selbst hergestellt. Die dafür benötigte Gerste bezieht die „Spezial Brauerei“ von 13 Bauern aus der Region – aus ökologischem Anbau! Warum eine besonders hohe Qualität der Gerste von Nöten ist, erklärt Herr Merz während der einstündigen Führung: Die Gerste muss behutsam keimen. Während der Keimung werden Fermente gebildet, die für die Malzherstellung nach dem Reinheitsgebot unverzichtbar sind. Ansonsten müssten diese Enzyme extra zugeführt werden.

Was Lisa Badum besonders gut gefällt: „Das Rauchmalz ist hier glyphosatfrei. Die Brauerei Spezial ist somit ein Vorbild für andere Brauereien.“ Die oberfränkische Spitzenkandidatin der Grünen nutzt den Besuch der Brauerei auch als Bekenntnis zur europäischen Bürgerinitiative „Stopp Glyphosat“. „Das zeigt wie nah das Thema an der Alltagsrealität ist.“

Braumeister Christian Merz ergänzt: „Es ist wichtig, die Leute auf das Thema aufmerksam zu machen.“ Das Gerstenmalz für das Rauchbier sei jedoch auf jeden Fall glyphosatfrei. „Da leg ich meine Hand ins Feuer“ – im wahrsten Sinne des Wortes – wird die Gerste doch bei hohen Temperaturen 24 Stunden lang getrocknet. Das dafür benötigte Buchenholz zum Räuchern stammt ebenfalls von den regionalen Bauern, die auch die Gerste liefern.

Aber auch weitere Problemthemen sprach Braumeister Christian Merz während der Führung an, beispielsweise die hohen bürokratischen Hürden im Hygienebereich. Anton Hofreiter sind diese Schwierigkeiten bekannt. Er fordert Größengrenzen für den handwerklichen Bereich. Für kleine Betriebe sollten die gleichen Hygienestandards gelten, aber geringere bürokratische Hürden. Viele Probleme, die den bürokratischen Aufwand rechtfertigen, stellen sich in kleinen Betrieben einfach nicht.

Dass das „Spezial-Rauchbier“ nicht nur nachhaltig ist, sondern auch schmeckt, davon konnten sich alle Teilnehmenden bei einer kleinen, von Anton Hofreiter frisch „gezwickelten“, Bierprobe überzeugen.

Rot-rot-grün geht doch: Podiumsdiskussion des DGB

                         Copyright by Claas Meyer

Als Grüne fühle ich mich sehr wohl bei der Gewerkschaft, wenn mir auch sicher kein „Stallgeruch“ anheftet. Auf der anderen Seite wurde am Abend beim DGB wieder deutlich, wie sehr sich Gewerkschaft und SPD voneinander entfernt haben.

Große Koalition defensiv                                                                                                                      Am besten kam Klaus Ernst von der Linken an, mit dem ich vielfältige Gemeinsamkeiten entdecken konnte. Während Hr. Silberhorn die Leiharbeit in ihrer jetzigen Form verteidigte, damit „IT-SpezialistInnen“  in ihrer Freiheit nicht beschränkt werden, waren Hr. Ernst und ich uns einig, dass gleicher Lohn ab dem ersten Tag gelten soll. Hier hatte die große Koalition neben Hr. Silberhorn vertreten durch den eher defensiven Herrn Schwarz nicht viel anzubieten. Das Gesetz zur Leiharbeit beschränkt den Einsatz der LeiharbeiterInnen auf 18 Monate. Aber über 50 Prozent der LeiharbeiterInnen sind nur 3 Monate im Einsatz!

Rente: Nicht nur an den männlichen Eckrentner denken                                                           Alle Herren auf dem Podium hatten sehr einseitige Konzepte für die Rente. Für Hr. Silberhorn war die private Vorsorge heilsbringend. Klaus Ernst setzte nur auf die gesetzliche Rente und angeblich könne das Renteneintrittsalter wieder heruntergesetzt werde, das würde nur „ein Bier“ für jeden mehr an Beitrag kosten. Ich frage mich, wer denkt an die kommenden Generationen? Schon jetzt funktioniert das „Umlagesystem“ so dass mein Rentenbeitrag an die jetzigen RentnerInnen geht. Einfach alles so weiterlaufen zu lassen, finde ich hochgradig verantwortungslos für uns junge Leute.

Wir Grüne setzen auf einen Mix aus gesetzlicher Rente, einer sinnvollen Betriebsrente, einem Angebot für eine Privatrente zu guten Konditionen (im Gegensatz zu Riester und Co) und vor allem der Ergänzung durch die Steuerfinanzierung. Wir wollen die steuerfinanzierte Garantierente und zwar nicht nur für die Personen, die 45 Jahre Vollzeit gearbeitet haben. Alle die sich in die Gesellschaft eingebracht haben, sei es auch bei der Kindererziehung oder der Pflege sollen eine Rente oberhalb der Grundsicherung erhalten. Denn der „normale Vollzeitarbeitsmensch“, der Jahrzehnte in der gleichen Firma arbeitet, ohne auch nur einen Tag innezuhalten um sich mit seiner Familie, seinem Leben oder einfach nur mit sich befasst, entspricht nicht mehr der Lebenseinstellung der aktuellen Generation.

Mein Fazit: Die einzige Partei, die über die jetzige Rentnergeneration hinausdenkt und außerdem neue Lebensentwürfe mit einbezieht, sind Bündnis 90/Die Grünen.

 

Zukunft wird aus Mut gemacht – Ein voller Erfolg!

 

Ein voller Saal im Bamberger Bootshaus – eine fulminante Claudia Roth und aktive Mitglieder und SympathisantInnen: So haben wir uns den Wahlkampfauftakt vorgestellt! Warum braucht es uns Grüne?

Claudia Roth ist nicht umsonst seit vielen Jahrzehnten eines der prominentesten und authentischsten grünen Gesichter und machte in ihrer emotionalen Rede klar, dass diese Republik Grüne braucht wie nie zuvor. In dem untenstehende Interview mit Julian Fuchs, Vorständin bei den Grünen Bamberg-Stadt macht sie das deutlich: Mitglieder und Sympathisantinnen nutzen den Abend um an Partizipationswänden Ideen für den Wahlkampf zu sammeln und sich mit Buttons und Foto-Statements zu versorgen. Haltung zeigen – war das Motto.

Interview mit Claudia Roth, 29.4.2017

Die CDU/CSU hat den Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen, Sonnenkollektoren prangen auf vielen Hausdächern und übrigens auch bayerischen Feldern – sind die erneuerbaren Energien überhaupt noch ein speziell grünes Thema?

Die Regierungsparteien betreiben greenwashing. Von den auf dem Klimagipfel in Paris beschlossenen Zielen sind sie meilenweit entfernt. Das ganze Thema Energieeinsparung, erneuerbare Energie, Energieeffizienz, das ist ein zentrales Thema der Grünen.

Die Grünen werden vor allem als Öko-Partei wahrgenommen. Wie können Grüne von diesem Image wegkommen?

Soziale Gerechtigkeit und Ökologie sind untrennbar miteinander verbunden. Wenn wir dem Klimawandel nichts entgegensetzen, werden wir in einigen Jahren 400-500 Mio. Klimaflüchtlinge haben, sagt Prof. Schellnhuber, Klima-Berater der Bundesregierung. Wer Klima auf morgen verschieben will, handelt absolut unverantwortlich.

Gerechtigkeit ist der Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält. Wie sieht eine Gesellschaft aus, die Vielfalt demokratisch gestaltet? Wie sieht deutsche Politik aus in einem gerechteren, sozialeren, freizügigeren Europa? Und selbst wenn es nur die Klimafrage wäre: Sie ist die Existenzfrage unseres Planeten.

Neben den erneuerbaren Energien ist die Genderfrage, die Frage nach einer Gleichstellung von Männern und Frauen, ein Thema der Grünen. Auch hier: Ist diese Frage noch aktuell?

Wir haben immer noch viele patriarchale Strukturen. Deutschland ist unter den ersten Drei in der Europäischen Union, was die Lohnungerechtigkeit angeht. Die gesellschaftlich mit am bedeutsamsten Berufe – wenn Kinder unsere Zukunft sind, so sind es diese Berufe, die mit Kindern zusammenhängen. Leider sind diese Berufe drastisch unterbezahlt und gesellschaftlich wenig anerkannt. Und in diesen Berufen arbeiten überwiegend Frauen. Von dem Gleichheitsgesetz der Bundesregierung profitieren 60% der Frauen überhaupt nicht. Es geht nicht nur um Zahlen, auch in der Politik ändert sich etwas, wenn die Perspektive der Frauen miteinfließt in die Wirtschaftspolitik und die Männerperspektive in die Familienpolitik.

Frauen sind viel stärker als Männer von der Armutsfalle bedroht, nicht erst im Alter. Welche Ideen haben die Grünen, diese gesellschaftliche Ungleichheit zu ändern?

Frauen sollten zu Berufen ermutigt werden, in denen sie mehr Erfolg haben. Da geht es aber auch um die Berufe, in denen vorwiegend Frauen tätig sind. Diese Berufe müssen ganz anders eingestuft werden in ihrer gesellschaftlichen Anerkennung, das geht nur mit einer finanziellen Anerkennung. Es ist ein Skandal, dass in diesem Land alleinerziehende Mütter potentiell armutsgefährdet sind und dass nach wie vor die Infrastruktur für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht hinreichend ausgebaut ist. Und es ist ein Riesenskandal, dass wir in unserem Land die größten Vermögensunterschiede von Mann und Frau haben im Euro-Raum. D.h. es muss eine Umverteilung geben. Da braucht es Druck auf die Rahmenbedingungen, aber auch eine noch viel stärkere Vernetzung von uns Frauen.

Menschen aus anderen Ländern, die in Deutschland Schutz vor Krieg, Terror und Gewalt suchen, werden in unserem Land nicht selten als gefühlte Bedrohung wahrgenommen. Ist das Thema „Sicherheit“ auch ein „grünes“ Thema?

Das Thema Menschenrechtspolitik, Flüchtlingspolitik beschäftigt die Grünen, so lange es sie gibt. Ich habe noch nie in Deutschland so viel Solidarität, so viel Herzenswärme erlebt, so viel Aufnahmebereitschaft erlebt, seit die Bundesregierung gesagt hat: „Wir schaffen das“. Sie zu unterstützen, auf sie zu vertrauen – darum geht es. Es gibt Menschen, die verunsichert sind. Diese Verunsicherung müssen wir ernst nehmen. Aber Ängste ernst nehmen und Ängste schüren, ist ein großer Unterschied. Wir müssen mit Zahlen argumentieren: Von den 67 Mio. Flüchtlingen (Zahlen des UNHCR) kommen gerade 8% nach Kanada und ins reiche Europa. Die Türkei, wo es viel zu kritisieren gibt, hat mehr Flüchtlinge aufgenommen als ganz Europa zusammen; der Libanon mit 4,2 Mio. Einwohnern hat über eineinhalb Mio. Flüchtlinge. Wir haben viele Flüchtlinge aufgenommen, aber im Vergleich zu anderen deutlich wenig. Was sind die Fluchtursachen? Warum liefern wir Rüstungsgüter nach Saudi-Arabien, das Jemen zurück ins Mittelalter bombt.

Was es nie geben kann, ist, dass wir mit einer Obergrenze argumentieren. Art. 16 ist derjenige Grundrechtsartikel, der am allermeisten verbunden ist mit Art. 1, der Menschenwürde. Wir wollen dieses Grundrecht nicht zugrunde richten. Und da gibt es die Kirchen als unsere Bündnispartner, die Menschenrechtsorganisationen und viele Ehrenamtliche.

„Zukunft wird aus Mut gemacht“, ist das Motto der heutigen Veranstaltung – was macht Mut in diesen finsteren Zeiten?

Mut kommt aus der Überzeugung, dass wir die Erde von unseren Kindern nur geborgt haben und dass wir verantwortlich sind für den Zustand unserer Gesellschaft, für die Zukunft von Europa – als ein starker Akteur in Zeiten von Trump, Putin, Erdogan und anderen. Mut heißt sich nicht verstecken, sondern Gesicht zu zeigen. Ich sage immer: David hat am Schluss auch gegen Goliath gewonnen.

Das ist ein schönes Schlusswort. Vielen herzlichen Dank.

Das Interview wurde unmittelbar vor der Wahlkampfveranstaltung der Grünen mit Claudia Roth geführt, die Fragen stellte Dr. Juliane Fuch

Interview mit Claudia Roth, 29.4.2017

Die CDU/CSU hat den Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen, Sonnenkollektoren prangen auf vielen Hausdächern und übrigens auch bayerischen Feldern – sind die erneuerbaren Energien überhaupt noch ein speziell grünes Thema?

Die Regierungsparteien betreiben greenwashing. Von den auf dem Klimagipfel in Paris beschlossenen Zielen sind sie meilenweit entfernt. Das ganze Thema Energieeinsparung, erneuerbare Energie, Energieeffizienz, das ist ein zentrales Thema der Grünen.

Die Grünen werden vor allem als Öko-Partei wahrgenommen. Wie können Grüne von diesem Image wegkommen?

Soziale Gerechtigkeit und Ökologie sind untrennbar miteinander verbunden. Wenn wir dem Klimawandel nichts entgegensetzen, werden wir in einigen Jahren 400-500 Mio. Klimaflüchtlinge haben, sagt Prof. Schellnhuber, Klima-Berater der Bundesregierung. Wer Klima auf morgen verschieben will, handelt absolut unverantwortlich.

Gerechtigkeit ist der Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält. Wie sieht eine Gesellschaft aus, die Vielfalt demokratisch gestaltet? Wie sieht deutsche Politik aus in einem gerechteren, sozialeren, freizügigeren Europa? Und selbst wenn es nur die Klimafrage wäre: Sie ist die Existenzfrage unseres Planeten.

Neben den erneuerbaren Energien ist die Genderfrage, die Frage nach einer Gleichstellung von Männern und Frauen, ein Thema der Grünen. Auch hier: Ist diese Frage noch aktuell?

Wir haben immer noch viele patriarchale Strukturen. Deutschland ist unter den ersten Drei in der Europäischen Union, was die Lohnungerechtigkeit angeht. Die gesellschaftlich mit am bedeutsamsten Berufe – wenn Kinder unsere Zukunft sind, so sind es diese Berufe, die mit Kindern zusammenhängen. Leider sind diese Berufe drastisch unterbezahlt und gesellschaftlich wenig anerkannt. Und in diesen Berufen arbeiten überwiegend Frauen. Von dem Gleichheitsgesetz der Bundesregierung profitieren 60% der Frauen überhaupt nicht. Es geht nicht nur um Zahlen, auch in der Politik ändert sich etwas, wenn die Perspektive der Frauen miteinfließt in die Wirtschaftspolitik und die Männerperspektive in die Familienpolitik.

Frauen sind viel stärker als Männer von der Armutsfalle bedroht, nicht erst im Alter. Welche Ideen haben die Grünen, diese gesellschaftliche Ungleichheit zu ändern?

Frauen sollten zu Berufen ermutigt werden, in denen sie mehr Erfolg haben. Da geht es aber auch um die Berufe, in denen vorwiegend Frauen tätig sind. Diese Berufe müssen ganz anders eingestuft werden in ihrer gesellschaftlichen Anerkennung, das geht nur mit einer finanziellen Anerkennung. Es ist ein Skandal, dass in diesem Land alleinerziehende Mütter potentiell armutsgefährdet sind und dass nach wie vor die Infrastruktur für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht hinreichend ausgebaut ist. Und es ist ein Riesenskandal, dass wir in unserem Land die größten Vermögensunterschiede von Mann und Frau haben im Euro-Raum. D.h. es muss eine Umverteilung geben. Da braucht es Druck auf die Rahmenbedingungen, aber auch eine noch viel stärkere Vernetzung von uns Frauen.

Menschen aus anderen Ländern, die in Deutschland Schutz vor Krieg, Terror und Gewalt suchen, werden in unserem Land nicht selten als gefühlte Bedrohung wahrgenommen. Ist das Thema „Sicherheit“ auch ein „grünes“ Thema?

Das Thema Menschenrechtspolitik, Flüchtlingspolitik beschäftigt die Grünen, so lange es sie gibt. Ich habe noch nie in Deutschland so viel Solidarität, so viel Herzenswärme erlebt, so viel Aufnahmebereitschaft erlebt, seit die Bundesregierung gesagt hat: „Wir schaffen das“. Sie zu unterstützen, auf sie zu vertrauen – darum geht es. Es gibt Menschen, die verunsichert sind. Diese Verunsicherung müssen wir ernst nehmen. Aber Ängste ernst nehmen und Ängste schüren, ist ein großer Unterschied. Wir müssen mit Zahlen argumentieren: Von den 67 Mio. Flüchtlingen (Zahlen des UNHCR) kommen gerade 8% nach Kanada und ins reiche Europa. Die Türkei, wo es viel zu kritisieren gibt, hat mehr Flüchtlinge aufgenommen als ganz Europa zusammen; der Libanon mit 4,2 Mio. Einwohnern hat über eineinhalb Mio. Flüchtlinge. Wir haben viele Flüchtlinge aufgenommen, aber im Vergleich zu anderen deutlich wenig. Was sind die Fluchtursachen? Warum liefern wir Rüstungsgüter nach Saudi-Arabien, das Jemen zurück ins Mittelalter bombt.

Was es nie geben kann, ist, dass wir mit einer Obergrenze argumentieren. Art. 16 ist derjenige Grundrechtsartikel, der am allermeisten verbunden ist mit Art. 1, der Menschenwürde. Wir wollen dieses Grundrecht nicht zugrunde richten. Und da gibt es die Kirchen als unsere Bündnispartner, die Menschenrechtsorganisationen und viele Ehrenamtliche.

„Zukunft wird aus Mut gemacht“, ist das Motto der heutigen Veranstaltung – was macht Mut in diesen finsteren Zeiten?

Mut kommt aus der Überzeugung, dass wir die Erde von unseren Kindern nur geborgt haben und dass wir verantwortlich sind für den Zustand unserer Gesellschaft, für die Zukunft von Europa – als ein starker Akteur in Zeiten von Trump, Putin, Erdogan und anderen. Mut heißt sich nicht verstecken, sondern Gesicht zu zeigen. Ich sage immer: David hat am Schluss auch gegen Goliath gewonnen.

Das ist ein schönes Schlusswort. Vielen herzlichen Dank.

Das Interview wurde unmittelbar vor der Wahlkampfveranstaltung der Grünen mit Claudia Roth geführt, die Fragen stellte Dr. Juliane Fuchs.