Grüner Antrag einstimmig angenommen: Abends längere Busfahrtzeiten im Landkreis Forchheim!

Pressemitteilung vom 22. Februar 2017

Sicher mit dem Bus auch abends nach Hause

Grüner Antrag auf Ausweitung der Zeiten ab 2018 einstimmig im Bauauschuss angenommen – Stadtverkehr Forchheim mit letzter Abfahrt ab 21 Uhr

Die grüne Kreistagsfraktion beantragte eine Erweiterung des Nahverkehrplans. „Wir wollten eine Verbesserung für alle Linien im Landkreis erreichen“, so Fraktionssprecher Karl Waldmann. Kreisrätin Lisa Badum ergänzt: „Letztlich ist eine Buslinie, die nur tagsüber eine Hinfahrt gewährleistet, für PendlerInnen wenig attraktiv.“

Grünes Ziel war daher alle die Buslinien aufzuwerten, die bisher noch um 18 oder 18.30 Uhr enden. Die Menschen sollen mit dem Bus aber nicht nur zur Arbeit, sondern auch wieder zurückkommen. Eine Rückfahrtzeit um 18 Uhr ist für viele Arbeitende in Erlangen und anderswo nicht machbar.

Die grüne Forderung daher: Ausweitung der Hauptverkehrszeiten auf 20.30 Uhr. Damit finden die letzten Abfahrten von den Bahnhöfen zu den Orten um 20.30 Uhr statt. „In der Stadt Forchheim wird die bisher letzte Abfahrt sogar auf 21 Uhr verlegt“, so Kreisrat Matthias Striebich. Mit dieser Ausdehnung in den Abend hinein passt sich der Öffentliche Nahverkehr noch mehr den Bedürfnissen und dem modernen Alltag der Menschen im Landkreis an.

Aufgrund der Zeitabläufe in der Nahverkehrsplanung kann die Änderung erst 2018 in Kraft treten. Selbstverständlich hätten Bündnis 90/Die Grünen hier noch eine raschere Umsetzung gewünscht. Vorteil ist jedoch, dass die Verbesserung bis zum Jahreswechsel noch bekannt gemacht werden kann.

„Politik soll helfen, den Alltag der Menschen zu verbessern“, so Kreisrätin Barbara Poneleit abschließend.

Junge Grüne übernehmen Verantwortung – Gratulation Katha Schulze!

Die Grünen sind nicht natürlicherweise eine Partei, in der auch junge KandidatInnen eine Chance bekommen. Auch hier müssen sie ihren Weg meistern, durch viel Disziplin, Arbeit und Klinkenputzen und natürlich auch mal zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Aber ihnen wird zugetraut Verantwortung zu übernehmen und sie stellen sich dieser auch! So ist Katharina Schulze mit erst 31 Jahren letzte Woche Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag geworden. Sie hat sich in die Innen-und Sicherheitspolitik hineingefuchst, die gerade in diesem Wahljahr auch eine Rolle spielen wird. Ich habe keinen Zweifel dass sie die neue Aufgabe mit der gewohnten Energie angehen wird. Herzlichen Glückwunsch! Ich hoffe das ist ein Signal dafür, dass auch an anderen Stellen in der Partei Erneuerung einkehrt, immer dort wo frische, neue Ideen warten verwirklicht zu werden. Als erste Frau U-40 auf  Platz 11 der bayerischen Bundestagsliste freue ich mich die entsprechenden Impulse in den Wahlkampf einzubringen!

 

Bundesrechnungshof kritisiert Energiewende – Schief gewickelt

Der Bundesrechnungshof kritisiert das Bundeswirtschaftsministerium. Kritikpunkte sind unter anderem mangelnde Abstimmung mit den Bundesländern und ineffiziente Förderprogramme. Hier stimme ich zu. Schief gewickelt sind die PrüferInnen allerdings in ihrem weiteren Urteil. Zuerst wird eine Art Kostendeckel für die Energiewende empfohlen, also „wieviel soll die Energiewende den Staat kosten“. Einen Kostendeckel hat das BMWi mit den Ausschreibungen bereits eingezogen. Die auszuschreibenden Mengen sind gedeckelt. Leider reichen diese Mengen nicht aus, um unsere Klimaziele zu erreichen. Die Frage muss doch anders gestellt sein: Wie will das BMWi unsere Energie- und Klimaziele erreichen? Und vor allem: Was kostet es, diese Ziele nicht zu erreichen. Was kostet es bei 30 oder 40 % Erneuerbaren im Strombereich (vom Wärmebereich reden wir noch gar nicht) stehenzubleiben und den Rest weiter mit fossilen Energien aufzufüllen?

Diese Rechnung gibt es übrigens schon, Agora Energiewende hat sie aufgestellt. Bei extrem konservativen Annahmen schneiden die fossilen schlechter ab. Während die Energiewende in ihren Gesamtkosten um 64 Milliarden Euro beziffert wird. Die Kosten für die fossilen liegen im Durchschnitt von 12 Szenarien bei 67 Milliarden Euro. Nicht eingerechnet sind die Schäden für Umwelt und Menschen!

Auch könnte der Bundesrechnungshof darüber reden, warum die Kosten für die privaten VerbraucherInnen (die EEG-Umlage) so ansteigt, obwohl nicht einmal 50 % direkt in die Förderung von Erneuerbaren Energien fließen. Ich bin sehr enttäuscht von der sehr oberflächlichen Betrachtungsweise unserer Geldhüter.