Pressemitteilung
Bamberg, 29.01.2026
Die Bamberger Bundestagsabgeordnete Lisa Badum (Grüne) setzt sich weiterhin mit Nachdruck für die Realisierung eines Fahrradparkhauses am Bahnhof Bamberg ein. Nachdem sie im Juli 2025 bereits lokale Entscheidungsträger:innen zum Handeln aufgefordert hatte, wendet sich Badum nun direkt an Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU). In einem Schreiben vom 27. Januar 2026 bittet sie um eine unbürokratische Anpassung des Förderbescheids, um die bereits zugesagten 1,3 Millionen Euro Bundesmittel nicht verfallen zu lassen.
Wie Badum in ihrem Schreiben erläutert, hat sich die ursprünglich geplante Errichtung eines automatisierten Fahrradparkturms aufgrund veränderter Rahmenbedingungen als äußerst schwierig erwiesen. „Die Suche nach einem geeigneten Standort gestaltete sich aus städtebaulichen, stadtgestalterischen, verkehrlichen und eigentumsrechtlichen Gesichtspunkten zunächst als unlösbar“, so die Bundestagsabgeordnete.
Zusätzlich erschwert wird die Situation durch die Planung des weiteren ICE-Ausbaus zwischen Berlin und München, der zahlreiche Flächen in Bahnhofsnähe für Baustellenaktivitäten in Anspruch nehmen wird.
Die Stadt Bamberg prüft aktuell die Nutzung des Gebäudes Ludwigstraße 14/16 in Bamberg. Obwohl dies keinen Fahrradparkturm im ursprünglich geplanten Sinne ermöglicht, würde es eine praktikable Lösung für das akute Fahrradparkplatz-Problem am Bamberger Bahnhof darstellen.
„Es wäre sehr schade, wenn diese bereits vergebenen Bundesmittel nicht abgerufen werden könnten, insbesondere da die Fahrradpark-Situation am Bamberger Bahnhof bereits heute sehr angespannt ist“, betont Badum in ihrem Schreiben an Minister Schnieder.
Das aktuelle Schreiben an den Bundesverkehrsminister ist der jüngste Schritt in Badums Engagement für bessere Radinfrastruktur am Bamberger Bahnhof. Bereits 2023 hatte sie sich gemeinsam mit der Stadtratsfraktion Grünes Bamberg erfolgreich dafür eingesetzt, dass die Stadt Bamberg einen Zuschlag von 1,3 Millionen Euro vom Bund erhielt. Im Juli 2025 hatte sie in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Andreas Starke, Landrat Johann Kalb und den DB InfraGO Vorstandsvorsitzenden Dr. Philipp Nagl appelliert, das Projekt endlich voranzubringen.
„Ich setze mich von Anfang an für dieses Projekt ein. Der Bamberger Bahnhof braucht dringend moderne Fahrradabstellanlagen und wir dürfen diese Chance nicht verspielen“, so Badum.
Die genehmigte Förderdauer läuft von Juli 2024 bis Juni 2027. In diesem Zeitraum muss die Errichtung abgeschlossen und der Verwendungsnachweis übermittelt worden sein. Badum appelliert daher an eine wohlwollende und zügige Prüfung durch das Bundesverkehrsministerium: „Wir brauchen jetzt pragmatische Lösungen statt bürokratischer Hürden. Die Verkehrswende vor Ort darf nicht an starren Fördervorgaben scheitern.“
Das Projektvolumen beträgt insgesamt 1,6 Millionen Euro, der Eigenanteil der Stadt Bamberg liegt bei etwa 270.000 Euro