Wo bleibt die „Regierung for Future“?

Zur heutigen Erklärung der „Scientists for Future“ erklären Kai Gehring, Sprecher für Forschung, Wissenschaft und Hochschule, und Lisa Badum, Sprecherin für Klimapolitik:

 

Die weltweiten Proteste der „Fridays for Future“-Bewegung haben die überlebenswichtige Frage des Klimaschutzes unüberhörbar auf die Tagesordnung gesetzt. Mit der heute vorgestellten Unterstützungserklärung tausender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler muss auch dem letzten Klimaleugner klar sein, dass sich das Engagement der jungen Menschen auf breite wissenschaftliche Expertise stützt.

 

Nach „Fridays for Future“ folgten die „Parents for Future“ und nun die „Scientists for Future“. Wir brauchen jetzt aber endlich auch eine „Regierung for Future“, die den Klimaschutz ernst nimmt. Der regierungsinterne Streit um das Klimaschutzgesetz ist der großen, gemeinsamen Herausforderung Klimakrise unwürdig und lässt kostbare Zeit verstreichen, in der weiter unablässig Treibhausgase emittiert werden. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weisen zu Recht darauf hin, dass die fortschreitende Klimakrise immer weiter globale Konflikte, Kriege und Fluchtbewegungen anheizt. Das ist unverantwortlich.

 

Längst sollten alle Ressorts an einem Strang ziehen und von der Klimaforschung bis zur Energiewende endlich mutig in unsere Zukunft investieren. Wir werden da nicht locker lassen! Und alle Parteien sollten den wissenschaftlichen Appell ernst nehmen, dass wir ab 2040 kein Treibhausgas mehr ausstoßen dürfen, wenn wir Schlimmeres verhindern und das 1,5-Grad-Ziel noch erreichen wollen. Diese große und breite Klimabewegung hat unsere vollste Unterstützung.