Pizza & Politik: Lisa Badum gibt jungen Stimmen eine Bühne

Pressemitteilung

Bamberg, 24.07.2026

Pizza auf der Picknickdecke, Kaltgetränke in der Hand – und dazu Diskussionen über Hitzeschutz an Schulen, Rechtsextremismus, Gleichberechtigung und soziale Medien: Auf der Bamberger Jahnwiese wurde am vergangenen Dienstagabend deutlich, wie viel junge Menschen politisch zu sagen haben. Zwei Stunden lang diskutierten Jugendliche mit der oberfränkischen Bundestagsabgeordneten Lisa Badum über die Fragen, die sie beschäftigen – direkt, kritisch und auf Augenhöhe.

Konzipiert und organisiert wurde das Event von vier Jugendlichen des von Lisa Badum initiierten „Gen-Z-Projekts“. Cornelius, Mitorganisator des Abends, zieht ein positives Fazit: „Bei Pizza & Politik konnten wir die Themen, die uns in den vergangenen Monaten beschäftigt haben, für noch mehr junge Menschen öffnen. Besonders wichtig war uns, einen Raum zu schaffen, in dem man direkt mit einer Bundestagsabgeordneten diskutieren und auch kritische Fragen stellen kann. Der Plan ist voll aufgegangen!“

„Mir macht der Abend vor allem Hoffnung. Wenn Friedrich Merz junge Menschen als faul darstellt, weiß er offensichtlich nicht, wovon er spricht”, sagt Badum zum Engagement der Jugendlichen. Über fünf Monate hinweg trafen sich diese monatlich mit der Abgeordneten zum „Reverse Mentoring“. Ziel des Projekts ist es, der Bundespolitikerin einen ungefilterten Einblick in die Lebensrealität und die Positionen junger Menschen zu geben. Die Jugendlichen konnten außerdem ein einwöchiges Praktikum im Deutschen Bundestag in Berlin absolvieren und Badum bei zahlreichen Terminen im Wahlkreis begleiten

„Wir diskutieren ständig über Entscheidungen, die vor allem die Zukunft junger Menschen betreffen, egal ob Wehrpflicht, Rente oder Klimaschutz. Trotzdem werden junge Menschen zu selten direkt gefragt, was sie brauchen, um auch in Zukunft ein gutes Leben zu haben. Genau das wollen wir mit dem Projekt ändern. Die erste Runde ist nun abgeschlossen und ich freue mich auf die nächste Gruppe”, erklärt Badum.

Wer sich für die Teilnahme an der nächsten Runde des Gen-Z-Projektes interessiert, kann sich beim Büro von Lisa Badum melden: lisa.badum.wk@bundestag.de.

Die Themen des Abends im Überblick:

  • Mangelnder Hitzeschutz an Schulen: Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Schulen schilderten drastisch die mangelhaften Lernbedingungen im Sommer. Fehlende Klimaanlagen und unzureichender baulicher Hitzeschutz machen den Unterricht an heißen Tagen unerträglich. Die Jugendlichen stellten klar: Kurzstunden oder hitzefrei sind angesichts der durchdie Klimakrise immer extremer werdenden Wetterlagen keine dauerhafte Lösung. Den Schulen fehle es schlicht an den notwendigen Finanzmitteln, um einen effektiven Hitzeschutz umzusetzen.
  • Gleichberechtigung und Feminismus: Intensiv debattierte die Runde über den fortbestehenden Gender Pay Gap und seine strukturellen Ursachen. Ein weiteres zentrales Anliegen der Jugendlichen war die alltägliche verbale Gewalt und sexuelle Belästigung im öffentlichen Raum, wofür dringend mehr Bewusstsein und konsequente Prävention gefordert wurden.
  • AfD-Verbot und Rechtsextremismus an Schulen: Die Jugendlichen äußerten große Sorge über eine spürbare Zunahme rechter Tendenzen und Parolen auf den Schulhöfen. Diskutiert wurden die Chancen und Risiken eines AfD Verbotsverfahrens sowie die Wahrscheinlichkeit für dessen Einleitung.
  • Social-Media-Verbot zum Schutz von Kindern: Eine Mehrheit der anwesenden Jugendlichen sprach sich überraschend deutlich für ein Social-Media-Verbot für Kinder bis 14 Jahre aus. Sie berichteten von besorgniserregenden Entwicklungen bereits im Grundschulalter, wo Algorithmen auf Plattformen wie TikTok zur schnellen Radikalisierung und Verbreitung von Fake News beitragen. Gleichzeitig wurden Bedenken laut, ob starre Verbote (etwa erst ab 16 Jahren) die soziale Teilhabe von Jugendlichen zu stark einschränken würden.
  • Deutschlands Rolle in der globalen Klimakrise: Auch Deutschlands Verantwortung für den internationalen Klimaschutz wurde diskutiert. Badum machte deutlich: Als drittgrößte Industrienation der Welt trägt Deutschland eine enorme Verantwortung und wird international als Taktgeber für den globalen Klimaschutz wahrgenommen.