Öffentliche Infrastruktur für Alle

Warum Straßen und die Zugänge zu öffentlichen Verkehrsmitteln leider oft ungünstig geplant sind, damit habe ich mich zusammen mit Steffi Leisenheimer, Mitarbeiterin bei Toni Hofreiter und den Nürnberger Grünen beschäftigt.

Obwohl in größeren Städten sicherlich die Mehrheit der Menschen eben nicht im Auto sitzt, ist die Infrastruktur sehr darauf zugeschnitten. Wie Menschen mit Rollstuhl, Gehbehinderung oder Kinderwägen weiterkommen, wird häufig nicht berücksichtigt. Hier der ausführliche Bericht aus den Nürnberger Nachrichten.

Grüne Neujahrsklausur

Wird der Auto-Landkreis Forchheim endlich grün?

Grüne machen sich auf ihrer Neujahrsklausur für 2012 fit

„Kaum ein oberfränkischer Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen arbeitet so strukturiert und ist so gut aufgestellt wie die Grünen im Landkreis Forchheim“ lobte Bezirkssprecher Gert Lowack die Arbeit der ForchheimerInnen.

Entsprechend positiv fiel auch der Rückblick von Kreissprecherin Lisa Badum auf das Jahr 2011 aus: Es sei ein Jahr der erfolgreichen Konsolidierung gewesen, insbesondere seien die Mahnwachen und die Zusammenarbeit im überparteilichen Energiebündnis gelungen. „Wenig zufrieden können wir aber mit der Verkehrssituation und –planung im Auto-Landkreis Forchheim sein. Insbesondere die Stadt Forchheim hinkt der Zukunft urbaner Mobilität hinterher“, so Badum

Der Fraktionssprecher im Kreistag Karl Waldmann machte deutlich: „Schon allein aufgrund der klammen Mittel muss der Straßenerhalt vor dem Neubau stehen“. Im neuen Jahr wollen die Grünen bei der Bevölkerung noch mehr für grüne Mobilität und bessere Lebensqualität werben. Auch das Radwegenetz müsse alltagstauglich gemacht werden. Kreisrat Manfred Fluhrer hält die Radverbindung von Hausen zur S-Bahn Kersbach für besonders dringend.

Weiterhin werden die Grünen an der Energiewende dranbleiben. Besonders stolz war die Versammlung auf ihren Ortsverband Neunkirchen. Holger Kotouc und Barbara Cunningham sind dort wesentliche Motoren der Gründung einer Energiegenossenschaft im südlichen Landkreis. „Der Atomausstieg ist nur der Anfang. Jetzt müssen wir aufpassen, dass Energie wirklich in Bürgerhand kommt!“, bekräftigte Kreissprecher Kotouc. Lowack machte auch noch darauf aufmerksam, dass der Kampf gegen Atomkraft jenseits deutscher Grenzen weitergehen müsse.

Das in der Öffentlichkeit weniger präsente Thema Lohndumping und (Geschlechter-) Gleichstellung bleibt urgrünes Anliegen. Als Negativbeispiel nannte Kreisrat Waldmann die Klinik Ebermannstadt: Die Zeitarbeit sei immer noch nicht abgeschafft. Faire Auftragsvergabe und nach der Fairtrade-Town-Forchheim auch einen fairen Landkreis werden die Grünen im Kreistag fordern.

Geschäftsführer Franz-Josef Amling mahnte strukturelle Aufgaben an: „Wir müssen rechtzeitig gut aufgestellt sein für die Super-Wahljahre 2013 und 2014.“ Lowack zeigte die historische Chance auf, regional und sogar auf Landesebene den Wechsel zu erreichen. Ziel ist daher auch die Werbung von mehr Mitgliedern, denn für die kommenden Aufgaben werde jede verfügbare Manpower gebraucht – „und Frauenpower“ betonte Kreissprecherin Badum.

Schließlich beschäftigten sich die Grünen noch mit dem Auftreten rechtsextremer Gruppierungen mit einem Schwerpunkt in Oberfranken. Hier wollen sie wie bisher klar Flagge zeigen und setzten auch gleich ein Zeichen: Sie werden das Bündnis „Bunt statt Braun“ in jeder Weise unterstützen und sind durch einstimmigen Beschluss ab sofort offiziell Mitglied in diesem Bündnis.

   

v.l.n.r.: Holger Kotouc (Sprecher), Lisa Badum (Sprecherin), Gert Lowack (Bezirkssprecher), Franz-Josef Amling (Kassier)