Women Leader in Politics: Frauen-Empowerment auf Island

Ich bin überzeugt davon, dass wir Gesetze brauchen, um die Gleichberechtigung von Frauen auf allen Gebieten garantieren zu können.

Im Namen der deutschen Delegation durfte ich auf dem internationalen Kongress der Women Leader in Politics auf Island sprechen. Um Themen wie Frauen-Empowerment und Gleichberechtigung in das Blickfeld internationaler Politik zu bringen, ist Island genau der richtige Ort. Der europäische Inselstaat kann sich nicht nur mittels Erneuerbarer Energien vollständig selbst versorgen, sondern ist zudem auch die weltweite Nummer eins im Gender-Report. Über 250 Frauen in politischen Führungspositionen waren sich über alle Kulturen hinweg einig: Wir brauchen mehr davon, was Island schon hat.

Katrín Jakobsdóttir – Premierministerin Islands.

Neue Premierministerin in Island ernannt

Am gestrigen Abschlusstag des Kongresses legte Island dann noch einmal nach und kürte Katrín Jakobsdóttir von der links-grünen Partei zur neuen Premierministerin. Aber nicht nur Island kann tolle Fortschritte hinsichtlich Frauen in Führungspositionen aufweisen. Esperance Nyirasafari, die Gender-Ministerin Ruandas, berichtet mir, dass sich Ruandas Parlament nach dem Völkermord völlig neu aufstellte und nun eine Frauenquote von 61 Prozent aufweisen. Eine Quote, von der wir in Deutsschland nur träumen können. Nicht einmal ein Drittel Frauenanteil im Bundestag ist klar zu wenig. Deshalb berichtete ich in der Rede weiter:

Esperance Nyirasafari, Gender-Ministerin Ruanda

Wir Grüne stellen dabei mit 58 Prozent den höchsten Frauenanteil. Das haben wir deshalb erreicht, weil wir unserer Vorbildrolle gerecht werden wollen und in unserer Partei eine Quote eingeführt haben. Eine Regelung, die allen Parteien gut tun würde.

Viele starke Frauen aus der ganzen Welt, alle mit einem Ziel: Frauen stärken. In Panels zu verschiedenen Themen, unter anderem auch den Kampf gegen Klimawandel, zeigen wir, was es heißt, in den internationalen Dialog zu treten. Da könnte sich so manch ein Politiker noch etwas abschauen …

 

Helen Clark, Leiterin des Entwicklungsprogrammes der Vereinten Nationen

Frauen gehören in die Politik

Auf dem Kongress habe ich auch die ehemalige Premierministerin Neuseelands, Helen Clark, kennen lernen dürfen. Ihr Motto: „A Woman`s place is in politics.“ Sie ist mittlerweile Leiterin des Entwicklungsprogrammes der Vereinten Nationen.

 

 

Albertina Eliasdottir, Abgeordnete der isländischen sozial-demokratischen Partei

Und mittendrin erfahre ich noch ein spannenendes Detail aus der isländischen Politik: die isländische Abgeordnete Albertína Elíasdóttir von der sozial-demokratischen Partei des Landes bestätigte: Sie wollten kein Teil der vor Kurzem gebildeten Regierung sein, weil die stärkste Partei, die liberal-konservative Unabhängigkeitspartei, trotz Skandale keine Minister ausgetauscht. Eine Parallele zu Deutschland? Ich hoffe nicht…

Gedenken an Hatun Sürücü

Anlässlich des siebten Todestages von Hatun Sürücü, die Opfer eines sogenannten Ehrenmordes wurde, erklären Memet Kilic, Sprecher für Migrations- und Integrationspolitik, und Monika Lazar, Sprecherin für Frauenpolitik:

Die Ermordung von Hatun Sürücü löste eine bundesweite Diskussion über Morde im Namen der Ehre aus. Es war und ist  wichtig, eine breite Diskussion über Gewalt in Verbindung mit Traditionen zu führen, um Schutzstrategien für mögliche Opfer zu entwickeln.Nach wie vor fehlt es vielerorts an Präventionsangeboten, durch die mit Beratung und Aufklärung direkt mit Jungen und Männern Kontakt aufgenommen wird. Ein ganzheitlicher Ansatz zur Vermeidung von Gewalttaten muss alle Beteiligten einbeziehen und über kulturelle Mythen sowie Geschlechterstereotypen aufklären.Opfer von Zwangsehen sind besonders von Gewalttaten betroffen. Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr die Ehebestandszeit für ein eigenständiges Aufenthaltsrecht von zwei auf drei Jahre verlängert. Damit hat sie die Situation der Opfer von Zwangsehen erheblich verschlechtert. Viele Frauen sind jetzt noch ein weiteres Jahr der Zwangssituation ausgesetzt. Es ist ihnen selten möglich, die Zwangsehe nachzuweisen und dadurch wegen besonderer Härte ein eigenständiges Aufenthaltsrecht zu erhalten.

 

Gegen sexistische Darstellung

http://www.infranken.de/nachrichten/lokales/bamberg/Daempfer-fuer-Bamber…

Sehr geehrte Damen und Herren,

 
ich möchte mich bezüglich ihres heutigen Artikels „Dämpfer für Bambergs Sex-Gewerbe“ auf
S. 7 beschweren, auch siehe Anhang. Das Bild halte ich für eine seriöse Tageszeitung (und eine solche will der
Fränkische Tag wohl sein) für völlig unangemessen.
 
Frauen, die keine Gesichter mehr haben, sondern nur noch über ihren nackten Körper gezeigt/definiert werden:
Das ist zutiefst sexistisch. Durch die Darstellung auf dem Bild wird die Frau zum reinen Objekt gemacht. 
Ist der FT zukünftig dann nur noch in ausgewählten Ecken zu finden, weil Frauen zwischen Pobacken gezoomt wird?
 
Vielleicht halten Sie das Bild für das „lockere“ Thema Sexgewerbe für passend.
Sexarbeit kann übrigens auch unter anderen Gesichtspunkten beurteilt werden, so hatten wir von Terre des Femmes
(www.frauenrechte.de) Oberfranken 2008 im Zuge unserer Ausstellung über Zwangsprostitution ein Gespräch mit
Harald Förtsch von der Kripo über das Thema Freiwilligkeit der SexarbeiterInnen.
 
Der FT sollte einen höheren Niveauanspruch haben.
 
Mit freundlichen Grüßen
Lisa Badum